BeeDAO erforscht die Beziehung zwischen Menschen und Bienen als politische, ökologische und technologische Frage. Inspiriert von der komplexen sozialen Organisation der Bienen – seit der Antike ein Sinnbild kollektiven Handelns – antwortet das Projekt auf die schwindende Biodiversität und die Folgen menschlicher Eingriffe mit künstlerisch-aktivistischen Formaten.
Seit 2019 entwickelt sich das Projekt in zahlreichen Iterationen weiter: von frühen Experimenten in Berlin über partizipative Prozesse an verschiedenen Orten bis hin zu mobilen Versionen der BeeDAO, die in unterschiedlichen Kontexten installiert und weitergedacht wird. Jede Iteration erweitert das Netzwerk aus Menschen, Bienen, Daten und Orten – und verschiebt die Frage, wie interspezifische Gemeinschaften organisiert sein können.
Als Dezentrale Autonome Organisation (DAO) verbindet BeeDAO Imkerei, urbanen Aktivismus, künstlerische Forschung und kryptoökonomisches Design. Die Organisation erprobt neue Formen interspezifischer Selbstverwaltung: Bienen und Menschen werden gleichermaßen zu Mitgliedern, treffen Entscheidungen und entwickeln Vorschläge, die das ökologische Wohlergehen fördern.
BeeDAO ist ein spekulativer Prototyp, der demokratische Teilhabe, ökologische Gerechtigkeit und digitale Organisation neu verknüpft – ein wachsendes, reisendes System, das alternative Wege für gemeinwohlorientierte Web3-Praktiken erprobt und immer wieder neue Formen des Zusammenlebens von Menschen und Bienen testet.