Tiny Forest > Climate resilient forest at ZKU > Pflanze einen klimaresilienten kleinen Wald im Stadtgarten Moabit an

Tiny Forest

ongoing since 2024

Am ehemaligen Moabiter Güterbahnhof, heute Teil des Stadtgartens rund um das ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik, entsteht einer der ersten Tiny Forests Berlins. Zwischen Bürger*innengarten, Parkterrasse und den Gebäuden des ZK/U wächst hier ein Miniaturwald, der Biodiversität stärkt und als Baustein einer klimaresilienten Stadtentwicklung fungiert.

Initiiert wurde das Projekt 2023 vom Verein Kiezwald in Zusammenarbeit mit Anwohnerinnen, dem ZK/U-Team sowie Schülerinnen der benachbarten Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule. Gemeinsam wurde eine kreisförmige Fläche vorbereitet, mit Gründüngung aufgewertet und anschließend mit über 400 Setzlingen bepflanzt – in hoher Dichte und Vielfalt nach dem Miyawaki-Prinzip. Arten wie Erle, Buche, Eiche, Esche, Weißdorn, Schneeball oder Holunder bilden die Grundlage für ein sich selbst entwickelndes Ökosystem, dessen Mikroklima schon nach kurzer Zeit zur Abkühlung der Umgebung beiträgt.

Eine dicke Mulchschicht schützt den jungen Wald vor Hitze und Konkurrenzdruck. In den ersten Jahren erfolgt nur behutsame Pflege: punktuelles Wässern in Trockenperioden und das Zurücknehmen dominanter Beikräuter, bis der Wald seine eigene Stabilität ausgebildet hat. Mit zunehmender Baumhöhe steigt auch die ökologische Vielfalt – jeder einzelne Baum wird zu Lebensraum für Insekten, Vögel und Mikroorganismen.

Der Tiny Forest dient nicht nur der ökologischen Regeneration, sondern versteht sich als Lern- und Forschungsraum. Als „Grünes Klassenzimmer“ dokumentieren Schüler*innen regelmäßig Wachstum, Temperaturverläufe und Bodenaktivität. Herausnehmbare Bodenplatten erlauben Einblicke in das Leben im Untergrund und machen ökologische Prozesse konkret erfahrbar.

Im Kontext des ZK/U fügt sich der Tiny Forest in den entstehenden Klima-Parcours ein – ein Netzwerk aus künstlerischen, ökologischen und sozialen Interventionen, die gemeinschaftlich erproben, wie Klimaresilienz im Quartier gelebt werden kann. Der Miniwald ist dabei ein lebendiger Knotenpunkt: ein Ort gemeinsamer Pflege, geteilten Wissens und wachsender Nachbarschaft.

Gefördert wird das Projekt u. a. durch das Bezirksprogramm „Lebendiges Zentrum und Sanierungsgebiet Turmstraße“. Parallel arbeitet Kiezwald e. V. mit dem ZK/U und weiteren Partnern an weiteren Tiny-Forest-Standorten in Berlin – als Beitrag zu einer Stadt, in der ökologische Zukunft nicht nur geplant, sondern gemeinsam gepflanzt wird.

ZK/U Lab

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