Regenwasserskulptur > Data Translation Hackathon > Use the rainwater collected at ZK/U for communicative purposes

Regenwasserskulptur

Die Regenwasserskulptur von ClimArt untersucht, wie Regenwasser im urbanen Raum nicht nur technisch gemanagt, sondern auch sinnlich erfahrbar und gemeinschaftlich reflektiert werden kann. Als prototypische Kunstinstallation auf dem Dach des ZK/U fungiert sie zugleich als offenes Regenwasserlabor und macht die Bedeutung eines nachhaltigen Regenwassermanagements im Stadtraum sichtbar. In öffentlichen Veranstaltungen kommen Expert:innen aus Wissenschaft, Praxis, Verwaltung und lokaler Wirtschaft mit Nachbar:innen ins Gespräch, um gemeinsam Wege für einen zukunftsfähigen Umgang mit Regenwasser im Quartier zu diskutieren.

Der Prozess begann 2023 mit einem Workshop am ZK/U, an dem Vertreter:innen der Regenwasseragentur, Parkgärtner, Nachbar:innen und das ClimArt-Team erste technische und künstlerische Ideen für eine „Regenwasserskulptur“ entwickelten. Als unmittelbare, praktische Maßnahme entstand zunächst ein zugänglicher IBC-Tank auf der zum Park gewandten Terrasse – ein einfaches, aber wirkungsvolles System, das Regenwasser sammelt und der Garten-Community sowie dem Tiny Forest als Ressource dient.

Darauf aufbauend entwickelte sich 2025 ein transdisziplinärer Forschungsprozess in Zusammenarbeit mit dem metaLAB (at) FU Berlin, dem Berlin Open Lab der UdK und dem Einstein Center Digital Future der TU Berlin. In Workshops und einem Hackathon erarbeiteten Studierende, Künstler:innen, Forscher:innen und Nachbar:innen experimentelle Prototypen, die den Weg des Regenwassers sichtbar, hörbar und erlebbar machen. Aus diesem kollaborativen Prozess ging schließlich die finale Regenwasserskulptur hervor, die heute am transparenten Wellblechdach des ehemaligen Bahnsteigs installiert ist: Sensoren übersetzen den Aufprall von Regentropfen in Klänge und machen Regen im urbanen Raum unmittelbar wahrnehmbar.

Begleitend entstanden weitere experimentelle Ansätze, darunter eine Resonanzröhre am Fallrohr sowie ein Prototyp für eine insektengerechte Wassergabe am IBC-Tank. Diese wurden in OPENHAUS-Formaten getestet, diskutiert und weiterentwickelt. Gemeinsam bilden die verschiedenen Interventionen ein offenes Reallabor, in dem praktische Klimaanpassung, künstlerische Forschung und urbane Gemeinschaft ineinandergreifen.

Michelle Christensen, Florian Conradi, Yannik Berger, Selenay Kiray, Karina Tarasiuk, Sidar Torunlu
Resonance of a Raindrop, 2025
Regentropfen, Sensor, Mikrocontroller, Resonanzkörper, Audiosequenzen

Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Mehr Informationen zum BMUKN und dem Projektträger. Förderkennzeichen: 67DAS274.

ClimArt

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