Die Data Farm erfasst und visualisiert die Umweltbedingungen im Stadtgarten und auf dem Dach des ZK/U. Sensoren messen Temperatur, Bodenfeuchte, Regen, Wind und weitere Parameter – Daten, die sonst unsichtbar bleiben, hier jedoch zu einem gemeinsamen Archiv von Natur, Technik und Nachbarschaft werden. Die Data Farm macht erfahrbar, dass Daten immer auch Geschichten sind: über Hitze und Dürre, über Regenereignisse und Überschwemmungen, über die feinen Veränderungen eines urbanen Ökosystems.
Entwickelt von Clemens Gruber, Giacomo Nanni, Matthias Mehldau und Amin Moradi, verbindet das Projekt seit 2023 ein dichtes Netzwerk aus Sensor-Kits und einer Wetterstation mit künstlerischen und visuellen Übersetzungen. Im Eingangsbereich des ZK/U werden die gesammelten Informationen über ein Dashboard sichtbar – nicht nur als Zahlenreihen, sondern als Bilder, Grafiken und bewegte Formen, die die Dynamik der Umgebung in Echtzeit zeigen.
Die Data Farm ist kein rein technisches Monitoring-System, sondern eine künstlerisch-ökologische Infrastruktur, die unterschiedliche Wissensformen miteinander verknüpft. Die Messwerte der Sensoren treffen auf visuelle Interpretationen, und aus diesen Schichten entsteht ein neues Bild urbaner Natur: eines, in dem Menschen, andere Lebewesen und technologische Systeme miteinander verbunden sind.
Als offenes, fortlaufendes Projekt lädt die Data Farm dazu ein, Umweltprozesse gemeinschaftlich zu beobachten, zu verstehen und als Teil eines geteilten Stadtraums wahrzunehmen.
Clemens Gruber, Giacomo Nanni, Matthias Mehldau, Amin Moradi
Data Farm, 2023 — ongoing
Sensor-Netzwerk, Datenvisualisierung, Video, Dashboard im Eingangsbereich
Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.
Mehr Informationen zum BMUKN und dem Projektträger. Förderkennzeichen: 67DAS274.