GreenCurtain > Mobile Green Heat Protection > Build a mobile, green structure that protects buildings from overheatin

GreenCurtain

2025
On the south side of ZK/U, vertical planting modules form a living façade. They shade the building, reduce heat and sunlight inside, and constantly transform throughout the seasons: lush green in summer, warm hues in autumn, and an open surface for artistic interventions in winter. The Green Curtain is mobile and experimental—combining nature-based cooling, urban food production, and artistic upcycling.
Created by Gloria Jurado and Paula Cano, the project is a prototype for mobile, vertical shading. Using recycled construction fences, steel boxes, and scaffolding elements, the artists built modular structures that can be planted, irrigated, and moved along the façade. The climbing plants provide shade, bear edible fruits, and create microhabitats for insects and birds.
In winter, when the plants rest, the modules become canvases for temporary artistic actions. By reinterpreting the construction fence—normally a symbol of separation—as a material of connection, Green Curtain intertwines plants, people, and architecture into new forms of urban togetherness.

An der Südseite des ZK/U wächst der Green Curtain – eine mobile, vertikale Vegetationsstruktur, die das Gebäude auf natürliche Weise verschattet und kühlt. Die Pflanzmodule reduzieren die Sonneneinstrahlung und damit die Erwärmung der neuen Etage des ZK/U, während sie zugleich ein lebendiges, saisonal wechselndes Bild erzeugen: sattes Grün im Sommer, warme Töne im Herbst und im Winter eine offene Fläche für künstlerische Interventionen. Der Green Curtain verbindet naturbasierte Fassadenkühlung, essbare Pflanzen und künstlerisches Upcycling zu einem flexiblen, semi-autonomen System.

Der 2025 entwickelte Prototyp von Gloria Jurado und Paula Cano basiert auf recycelten Bauzäunen, Stahlboxen und Gerüstelementen. Die Module können entlang der Fassade bewegt, neu konfiguriert und saisonal bespielt werden. Ein integriertes Bewässerungssystem versorgt Rankpflanzen wie Bohnen, Hopfen und Wein, die im Sommer Schatten spenden und am Ende der Saison geerntet und verarbeitet werden. So entsteht nicht nur ein grüner Filter, sondern auch eine essbare Mikro-Landschaft, die Mensch und Natur verbindet.

Der Green Curtain ist zugleich Forschungsprojekt: Die Installation untersucht die ökologischen und ökonomischen Effekte einer innovativen, mobilen Verschattungsstrategie im urbanen Kontext. Wie stark lässt sich der Energiebedarf reduzieren? Welche mikroklimatischen Veränderungen entstehen entlang der Fassade? Und wie können modulare Pflanzsysteme klimafreundliche Architektur unterstützen?

Im Winter, wenn die Pflanzen ruhen, verwandeln sich die Module in offene Oberflächen für temporäre künstlerische Arbeiten. Jurado und Cano interpretieren den Bauzaun – gewöhnlich Symbol der Abgrenzung – neu: als Material für Verbindung, Teilhabe und saisonale Transformation.

Der Green Curtain zeigt, wie Gebäudehüllen selbst zu Akteurinnen klimaresilienter Stadtgestaltung werden können – beweglich, gemeinschaftlich, wachsend.

Gloria Jurado und Paula Cano, Umsetzung durch SLAB
Green Curtain, 2025
Recycelte Bauzäune und Stahlboxen, Gerüstelemente, Rankpflanzen, Bewässerungssysteme

Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Mehr Informationen zum BMUKN und dem Projektträger. Förderkennzeichen: 67DAS274.

ClimArt

  • Prototype Development
  • Human
  • Installation
  • Heat
  • Mitigation